7.    Wechsel der Spielberechtigung

 

 

 

a)    Ein Wechsel der Spielberechtigung ist jederzeit unter Beachtung der in 7.1 getroffenen Festlegungen auf Antrag möglich, es sei denn, der Spieler hätte freiwillig auf die Stellung eines Antrages auf Wechsel der Spielberechtigung verzichtet. Der Verzicht ist nur dann wirksam, wenn der Spieler ihn gegenüber seinem bisherigen Verein erklärt hat und die Erklärung beim zuständigen Mitgliedsverband hinterlegt ist. Der Verzicht gilt dann für den/die auf den Hinterlegungszeitpunkt folgenden Wechseltermin(e). In den Bundesligen ist weitere Voraussetzung für die Wirksamkeit des Verzichts, dass die Erklärung des Spielers auf dem offiziellen Formular des DTTB abgegeben wird. Eine Kopie der Erklärung ist an den DTTB (Bundesligen), den zuständigen Regionalverband (Regionalligen) bzw. den zuständigen Regional- oder Mitgliedsverband (Oberligen) zu senden.
Ein Widerruf oder eine Änderung ist nur in schriftlicher Übereinkunft mit dem betreffenden Verein möglich. Bei Minderjährigen sind alle Erklärungen durch die Unterschrift der gesetzlichen Vertreter zu bestätigen, andernfalls sie unwirksam sind. Der Spieler, der für eine Mannschaft der vier höchsten Spielklassen gemeldet ist, kann darauf verzichten,

·       in der laufenden Spielzeit oder

·       in der laufenden und nächstfolgenden Spielzeit

einen Wechselantrag zu stellen. Der Spieler, der für eine Mannschaft der übrigen Klassen gemeldet ist, kann darauf verzichten,

·       in der laufenden und bis zum 1. November der nächstfolgenden Spielzeit oder

·       in der laufenden, in der nächstfolgenden und bis 1. November der übernächsten Spielzeit

einen Wechselantrag zu stellen. Der Wechselverzicht kann nach Ablauf der Zeit, für die er wirksam war, jeweils erneut unter Beachtung der übrigen Vorschriften von 7.a) erklärt werden.

Bei Wechselverzichtserklärungen ausländischer Spieler ist eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, soweit das aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen erforderlich ist, vorzulegen, die zumindest für die bevorstehende Spielzeit gültig ist.

 

b)    Zur Teilnahme an den offiziellen Veranstaltungen ist es erforderlich, dass der Antrag auf Wechsel der Spielberechtigung frist- und formgerecht gemäß 7.1 eingereicht wurde und die sich ggf. aus 7.A) ergebenden Auflagen erfüllt sind.

 

c)    Die Spielberechtigung zur Teilnahme an den Mannschaftsmeisterschaften einer der vier höchsten Spielklassen und für Spieler dieser Klassen kann bei Einreichen eines Antrages auf Wechsel der Spielberechtigung nur einmal jährlich erteilt werden. Der Antrag auf Wechsel der Spielberechtigung ist bis zum 31. Mai zu stellen. Die Spielberechtigung für den bisherigen Verein bleibt bis zum darauffolgenden 30. Juni bestehen. Die Spielberechtigung für den neuen Verein wird zum 1. Juli erteilt. Der bisherige Verein ist verpflichtet, einen Spieler auf dessen Wunsch hin zu offiziellen und inoffiziellen Einzelveranstaltungen zu melden, soweit der Spieler teilnahmeberechtigt ist und die Spielberechtigung für den bisherigen Verein noch besteht.

 

d)    Die Spielberechtigung für Spieler aller übrigen Spielklassen kann bei Einreichen eines Antrags auf Wechsel der Spielberechtigung zweimal jährlich erteilt werden. Der Zeitpunkt der Antragstellung ist wie folgt geregelt:

1.    Bei Einreichen eines Antrages auf Wechsel der Spielberechtigung bis zum 31. Mai des Jahres bleibt die Spielberechtigung für den bisherigen Verein bis zum darauffolgenden 30. Juni bestehen. Die Spielberechtigung für den neuen Verein wird zum 1. Juli erteilt.

2.    Bei Einreichen eines Antrages auf Wechsel der Spielberechtigung in der Zeit vom 1. Juni bis 31. Oktober bleibt die Spielberechtigung für den bisherigen Verein bis zum darauffolgenden 31. Dezember bestehen. Die Spielberechtigung für den neuen Verein wird zum darauffolgenden 1. Januar erteilt. Solche Spieler dürfen in der Rückrunde der laufenden Spielzeit nicht als Ersatzspieler in einer Mannschaft der vier höchsten Spielklassen eingesetzt werden.

3.    Der bisherige Verein ist verpflichtet, einen Spieler auf dessen Wunsch hin zu offiziellen und inoffiziellen Einzelveranstaltungen zu melden, soweit der Spieler teilnahmeberechtigt ist und die Spielberechtigung für den bisherigen Verein noch besteht.

 

e)    Die Rücknahme oder Änderung eines Antrages zum gleichen Wechseltermin ist grundsätzlich nicht möglich. Bei einem schriftlichen Einverständnis aller Beteiligten (Spieler, abgebender und aufnehmender Verein) kann ein Antrag auf Wechsel der Spielberechtigung nur in der Zeit vom 1. bis 30. Juni (bei Wechselanträgen zum 1. Juli) und vom 1. bis 30. November (bei Wechselanträgen zum 1. Januar) zurückgenommen werden. Die Rücknahme hat durch Übergabe-Einschreiben unter Beifügung aller Unterlagen an den zuständigen Mitgliedsverband – gegebenenfalls mit Kopie an den bisherigen Mitgliedsverband – zu erfolgen.

Die Rücknahmemöglichkeit gilt nicht für die vier höchsten Spielklassen. Weitere Anträge zum gleichen Wechseltermin und verspätet gestellte Anträge sind zurückzuweisen und gelten als nicht gestellt.

 

f)    Die vorstehend genannten Termine zur Einreichung eines Antrages auf Wechsel der Spielberechtigung gelten nicht, wenn sich ein Tischtennisverein oder eine Tischtennis-Abteilung auflöst. (Die Auflösung einer Tischtennis-Abteilung muss jedoch durch den Hauptverein angezeigt sein.) In einem solchen Fall kann für die bisher für diesen Verein spielberechtigten Spieler ein Antrag auf Wechsel der Spielberechtigung noch bis zum 31. August für alle Spielklassen bzw. bis zum 31. Dezember für die unteren Spielklassen gem. 7.c) bzw. 7.d) gestellt werden.

 

1.  Das gilt auch, wenn sich eine Gruppe (Damen, Herren, Judend) innerhalb eines Tischtennisvereins bzw. einer Tischtennis-Abteilung auflöst.

Für Spieler, die den Anschluss ihres Vereins an einen anderen oder eine Fusion nicht mitmachen wollen, kann      innerhalb von acht Tagen nach Vollzug des Anschlusses bzw. der Fusion,  

         spätestens jedoch am 31. August, ein Antrag auf Wechsel der Spielberechtigung gestellt werden.

         Mit Vereinszusammenschlüssen oder –anschlüssen ist kein Wechsel der Spielberechtigung im

         üblichen Sinne verbunden.

 

 

 

7.1   Formvorschriften bei Einreichung eines Antrages auf Wechsel der Spielberechtigung

 

 

 

a)    Ein Antrag auf Wechsel der Spielberechtigung ist vom neuen Verein termingemäß an den Mitgliedsverband zu richten, dessen Mitglied der neue Verein ist.

1.    Eine Kopie des Antrages ist termingemäß an den bisherigen Verein zu senden.

2.    Wird der Wechsel der Spielberechtigung von einem ausländischen Verband zu einem deutschen Verein beantragt, so muss die Kopie des Antrags termingerecht an das Generalsekretariat des DTTB geschickt werden. Die Termine gemäß 7.c) und 7.d) sowie die übrigen Formvorschriften gemäß 7.1 sind zu beachten.

 

b)    Aus dem Antrag müssen ersichtlich sein:

1.  Name und Mitgliedsverband des Vereins, für den der Spieler bisher spielberechtigt war.

2.  Vor- und Zuname sowie Geburtsdatum des Spielers.

3.  Angaben über den Einsatz des Spielers im Mannschaftsspielbetrieb der vorausgegangenen bzw. der laufenden Saison bei seinem bisherigen Verein (Spielklasse, Mannschaft, Paarkreuz bzw. Platz).

4.  Termin, zu dem der Wechsel der Spielberechtigung für die Mannschaftsmeisterschaften wirksam worden soll (Juli oder Januar).

5.  Bestätigung der Mitgliedschaft des Spielers im neuen Verein sowie Angaben darüber, für welche Spielklasse im Mannschaftsspielbetrieb die Spielberechtigung angestrebt wird.

6.  inhaltliche Bestätigung des Antrags durch Unterschrift des Spielers (und schriftliche Einverständniserklärung der gesetzlichen Vertreter bei Minderjährigen).

7.  Name und ggf. Anschrift des antragstellenden Vereins.

8.  rechtsverbindliche Unterschrift des antragstellenden Vereins mit der der Inhalt des Antrags sowie das schriftliche Einverständnis des Spielers – bei Minderjährigen zusätzlich das der gesetzlichen Vertreter – bestätigt wird.

9.  Antragsdatum.

10.  Ist vom antragstellenden Verein oder dem Spieler im Zusammenhang mit dem Wechsel der Spielberechtigung gem. 7.A) Kostenerstattung vorzunehmen, so ist die Erfüllung dieser Verpflichtung(en) mit der Antragstellung zu belegen, d. h. Kopien der Zahlungsbelege, die durch ein Geldinstitut bestätigt sein müssen, sind gleichzeitig einzusenden. Empfangsbestätigungen bzw. Verzichtserklärungen des bisherigen Vereins sind den verschiedenen Antragsausfertigungen (siehe 7.1a)1.) beizufügen. Versäumt der antragstellende Verein die Einreichung der entsprechenden Belege, so wird die Spielberechtigung erst nach unaufgeforderter Vorlage dieser Unterlagen – ebenfalls per Übergabe-Einschreiben – erteilt.

 

c)    Zur Erlangung der Spielberechtigung für die offiziellen Veranstaltungen sind bei der Antragseinreichung die in 7.c),7.d) bzw. 7.f) genannten Termine zu beachten. Maßgebend sind die Daten der Poststempel des Antrags sowie der Antragskopien. In Zweifelsfällen ist der antragstellende Verein durch Vorlage der Einlieferungsscheine beweispflichtig.

Die Erteilung der Spielberechtigung ist zu versagen, wenn entweder der Antrag oder die in 7.1a)1. bis 2. aufgeführten Antragskopien nicht unter Beachtung der in 7.c), 7.d) bzw. 7.f) genannten Termine abgesandt werden. 7.1 d) Satz 2 bleibt unberührt.

 

d)    Bei einem Wechsel von Verband zu Verband fordert der neue Verband die schriftliche Freigabe des Spielers (unter Nennung von Namen, Vornamen, Geburtsdatum, abgebender Verein) beim bisherigen Mitgliedsverband an, der die Einsendung bzw. Rückforderung des Spielerpasses oder der sonstigen Bescheinigung über die Spielberechtigung regelt. Der Freigabe kann gemäß 7.1e) innerhalb eines Monats widersprochen werden. Maßgebend ist der Poststempel.

 

e)    Die Erteilung einer Spielberechtigung oder die Freigabe nach 7.1d) kann nur verweigert werden, wenn gegen die Bestimmungen der Abschnitte 6 und 7 verstoßen worden ist. Ein solcher Verstoß ist dem für die Erteilung der Spielberechtigung zuständigen Mitgliedsverband mitzuteilen. Ist bei Eingang eines Antrags auf Wechsel der Spielberechtigung durch den bisher zuständigen Mitgliedsverband – ggf. auf Antrag des bisherigen Vereins – gegen den Spieler eine Verbandssperre verhängt, so behält diese Sperre auch nach dem Wechsel der Spielberechtigung uneingeschränkt Gültigkeit. Bei einem Wechsel der Spielberechtigung von Verband zu Verband ist die Sperre jedoch vom bisherigen Mitgliedsverband dem für die Erteilung der Spielberechtigung zuständigen neuen Mitgliedsverband gem. 7.1d) anzuzeigen. Unabhängig von einem sich für den Spieler daraus ergebenden grundsätzlichen Startverbot bis zum Ablauf der Sperre wird jedoch der Wechsel der Spielberechtigung im Sinne von 7. nicht verhindert.

 

f)    Die für die Genehmigung von Ranglisten zuständigen Stellen können die Wechsel/Spielberechtigungen bei den aufnehmenden Verbänden erfragen.