6.A)    1.  Aufgabe, Verlust oder Ruhen der Spielberechtigung

 

 

 

Der Spieler verliert automatisch die Spielberechtigung zum Zeitpunkt des Austritts oder Ausschlusses aus dem Verein, für den er bisher spielberechtigt war (siehe 6. b)).

In beiden Fällen ist der Verein verpflichtet, den Spielerpass oder die sonstige Bescheinigung über die Spielberechtigung innerhalb 8 Tagen nach Inkrafttreten des Entschlusses bzw. Beschlusses an die für ihn zuständige Passstelle zu übersenden.

Über einen Antrag auf Wiederaufleben der Spielberechtigung für den bisherigen Verein entscheidet der für diesen Verein zuständige Mitgliedsverband. Ist jedoch mit dem Wiederaufleben der Spielberechtigung auch die Einsatzberechtigung des Spielers für die vier höchsten Spielklassen verbunden, so muss der Antrag bis zum 31. Mai des Jahres gestellt und den für die oberen Spielklassen zuständigen Instanzen zur Kenntnis gebracht worden sein.

Ist mit einem Antrag auf Wiederaufleben der Spielberechtigung auch ein Wechsel der Spielberechtigung verbunden, so gelten die Bestimmungen gemäß 7., 7.1 und 7.A) uneingeschränkt, wenn der Antrag vor Ablauf von zwei Jahren nach dem Erlöschen der Spielberechtigung eingereicht wird. Ein Antrag auf Wiederaufleben der Spielberechtigung nach Ablauf von zwei Jahren kommt einem Antrag auf Ersterteilung einer Spielberechtigung gleich.

 

 

 

2.  Rechtsmittel und Disziplinarmaßnahmen

 

 

 

Gegen die Entscheidung eines Mitgliedsverbandes über

1.    die Erteilung der Spielberechtigung

2.    die Nichterteilung der Spielberechtigung

3.    die Verweigerung der Freigabe nach 7.1 d)

ist Beschwerde zulässig.

Die Entscheidungen zu 2. und 3. – für die Bundesligen auch zu 1. – sind zu begründen, mit einer Rechtsmittelbelehrung zu verbinden und den Beschwerdeberechtigten bekanntzugeben.

Diese Bekanntgabe erfolgt für die Bundesligen namens und im Auftrag der betroffenen Mit­gliedsverbände per Sammelbescheid je Bundesliga durch die spielleitenden Stellen auf Bundesebene.

Die Beschwerden sind binnen 2 Wochen nach Bekanntgabe der Entscheidung – für die Bundesligen nach Bekanntgabe durch die spielleitenden Stellen auf Bundesebene – einzureichen. Maßgebend ist der Poststempel.

Zuständig für die Entscheidung über Beschwerden ist der betroffene Mitgliedsverband. Weist der Mitgliedsverband die Beschwerde zurück, so entscheiden – sofern es sich um eine Bundesangelegenheit handelt – auf Einspruch die Rechtsinstanzen des DTTB. Auf die Vorschriften der Geschäftsordnung der Rechtsinstanzen, dessen § 4 Abs. 1 sinngemäß zur Anwendung kommt, wird verwiesen. In allen übrigen Fällen gelten die Bestimmungen des zuständigen Mitgliedsverbandes.

Bundesangelegenheiten sind Entscheidungen im Zusammenhang mit Abschnitt 6 und 7, soweit Vereine oder Spieler der Bundesligen betroffen sind; Streitfälle im Zusammenhang mit einem Wechsel der Spielberechtigung von Verband zu Verband oder wenn es sich um die Frage einer Spielberechtigung im Zusammenhang mit 6.1 c) oder 7.1 e) handelt. Beschwerde- und einspruchsberechtigt sind zu 1. innerhalb des Mitgliedsverbandes dessen Vereine und innerhalb der Bundesligen die betroffenen Vereine, zu 2. und 3. der die Spielberechtigung beantragende Verein, zu 1. bis 3. darüber hinaus die betroffenen Mitgliedsverbände. Außerdem steht das Beschwerde- und Einspruchsrecht – wenn es sich um die Spielberechtigung für die Bundesligen handelt – den Spielleitern der betroffenen Spielklassen zu.

Die Vereine und Mitgliedsverbände sind in begründeten Fällen verpflichtet, die Interessen ihrer Mitglieder wahrzunehmen.