9.E)    Sonstiges:

 

 

1.  Oberschiedsrichter

 

 

Bei jedem Turnier ist ein geprüfter Oberschiedsrichter einzusetzen. Er entscheidet in allen Regelfragen während des Turniers, achtet auf die Einhaltung der Satzung, der Wettspielordnung, der Turnierbestimmungen und unterbindet sofort sämtliche Unsportlichkeiten und Handlungen, die dem Tischtennissport schaden. Außer bei bestimmungswidrigen Maßnahmen der Turnierleitung darf der Oberschiedsrichter in die organisatorische Abwicklung des Turniers nicht eingreifen. Er oder ein von ihm benannter Vertreter hat  bei der Auslosung zugegen zu sein. Vor Beginn des Turniers hat er die Spielbedingungen zu überprüfen. Seine besonderen Rechte und Pflichten regelt die für die Veranstaltung geltende Schiedsrichter­ordnung. Er entscheidet in allen Regelfragen während des Turniers als letzte Instanz.

Bei bundes- und international offenen Turnieren ist ein Bundesschiedsrichter als Oberschiedsrichter einzusetzen.

Den Einsatz regelt bei bundesoffenen Turnieren der zuständige Mitgliedsverband, bei international offenen Turnieren der Schiedsrichter-Ausschuss des DTTB.

 

a)   Der Oberschiedsrichter darf nicht Mitglied des Veranstalters sein. Ihm ist vom Verband eine Kopie der Turniergenehmigung und der Ausschreibung zuzusenden. Der Oberschiedsrichter ist verpflichtet, nach Turnierende einen Turnierbericht an den Schiedsrichterausschuss des WTTV zu senden.

 

 

2.  Schiedsgericht

 

 

Bei jedem Turnier ist ein Schiedsgericht einzusetzen. Es muss aus drei vom Oberschiedsrichter unabhängigen Personen bestehen. Vom Durchführer darf nur ein Mitglied für das Schiedsgericht gestellt werden. Das Schiedsgericht entscheidet in allen Fragen der Turnierbestimmungen als letzte Instanz.

 

 

3.  Spielberechtigung

 

 

Die Spielberechtigung jedes Spielers ist vor dem Start zu überprüfen.

 

 

4.  Streichung

 

 

Ist ein Spieler innerhalb der Zeit, die in der Turnierausschreibung festgesetzt ist, noch nicht spielbereit am Tisch, so wird er aus der betreffenden Konkurrenz gestrichen.

Wenn bei einem Turnier nicht nach Zeitplan oder "Stillem Aufruf" gespielt wird, kann ein Spieler, der nach dem dritten Aufruf noch nicht am Tisch erscheint, gestrichen werden. Zwischen den einzelnen Aufrufen müssen mindestens zwei Minuten liegen.

Wird festgestellt, dass ein Spieler mit nicht von der ITTF zugelassenem Kleber oder mit nicht vom DTTB zugelassenen Schlägerbelägen antritt, und sich weigert, unverzüglich Abhilfe zu schaffen, wird er von der weiteren Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen.

 

 

5.  Zahl der Gewinnsätze

 

 

a)    Bei Einzelturnieren auf Bundes- und Regionalebene werden in der Regel vier Gewinnsätze, auf Mitgliedsverbandsebene wahlweise drei oder vier Gewinnsätze gespielt, jedoch können die Veranstalter Einschränkungen machen, wenn es in der Ausschreibung ausdrücklich vermerkt ist. Wo sie notwendig sind, sollen zuerst die Doppel-Spiele auf drei Gewinnsätze verkürzt werden. Beim doppelten KO-System sind Spiele der Trostrunde (Spieler mit einer Niederlage) dann auf drei Gewinnsätze zu spielen. In der Schüler- und Jugendklasse dürfen nur drei Gewinnsätze gespielt werden.

b)    Bei allen Mannschaftsturnieren werden drei Gewinnsätze gespielt.

 

 

6.  Schiedsrichtertätigkeit

 

 

Jeder Spieler ist verpflichtet, das Amt eines Schiedsrichters zu übernehmen. Bei Weigerung kann der Spieler von der weiteren Teilnahme am Turnier ausgeschlossen und bestraft werden.

 

 

7.  Turnierlisten

 

 

Alle Teilnehmer müssen den Verlauf eines Turniers nach den Turnierlisten verfolgen können. Diese müssen laufend ausgefüllt und so angebracht werden, dass sie für alle Teilnehmer sichtbar sind.

 

 

8.  Auslosung, Setzung

 

 

Für sie gelten die Absätze 5.C) 2. und 3.

 

 

9.  Mannschaftsturniere

 


Für Mannschaftsturniere gelten sinngemäß die Bestimmungen unter 9.. Besonders wird auf die Genehmigungspflicht hingewiesen.
Mannschaftsturniere mit einer Beteiligung von weniger als sechs Mannschaften unterliegen im Bereich des WTTV keiner besonderen Antrags- und Genehmigungspflicht, sofern die beteiligten Mannschaften nur aus Verbandsangehörigen bestehen.