3.A)    Proteste

 

 

 

Proteste über Vorgänge, die sich unmittelbar auf das Spielgeschehen beziehen, sind sofort nach Bekanntwerden des Protestgrundes bei der dafür zuständigen Stelle einzulegen. Proteste, die sich auf die allgemeinen Spielbedingungen und die Spielmaterialien erstrecken, können nur berücksichtigt werden, wenn sie vor Beginn des Spiels oder des Mannschafts­kampfes bei der dafür zuständigen Stelle eingelegt wurden. Proteste bei Mannschaftsspielen sind von den protestierenden Mannschaftsführern auf dem Spielbericht einzutragen und zu unterschreiben. Ohne diese Eintragung werden spätere Proteste nicht berücksichtigt. Die zuständigen Stellen sind jedoch verpflichtet, ihrerseits Verstöße gegen die bestehenden Bestimmungen zu ahnden, auch ohne einen Protest abzuwarten.

 

 

1.    Verbandsaufsicht

Die spielleitenden Stellen können bei den für die jeweilige Leistungsklasse zuständigen Sportwarten die Genehmigung zur Anordnung einer Verbandsaufsicht für ein Meisterschaftsspiel oder Pokalspiel einholen:
a)   auf Antrag eines der beteiligten Vereine und
b)   aus eigenem Ermessen, wenn sie davon überzeugt sind, dass eine ordnungsgemäße Durchführung des Meisterschafts- oder Pokalspieles nicht gewährleistet ist.


2.  Wird nach a) oder b) von der Staffelführung nach Genehmigung des zuständigen Sportwartes eine Verbandsaufsicht angeordnet, so hat der gastgebende Verein dem mit der Verbandsaufsicht beauftragten Verbandsangehörigen das Hausrecht für die Dauer des Spiels zu übertragen. Fahrtkosten und Spesen laut Finanzordnung des WTTV sind vom antragstellenden Verein nach a) bzw. vom Gastgeber nach b) vor Beginn des Spiels zu erstatten.


3.  Die Verbandsaufsicht ist verpflichtet, die Spielberechtigungen und Mannschaftsmeldeformulare vor Beginn des Spieles zu überprüfen. Ihr stehen neben dem Hausrecht alle Rechte eines Oberschiedsrichters, insbesondere die Genehmigung oder Ablehnung der von den Vereinen vorgesehenen Zählschiedsrichter und bei groben Unsportlichkeiten das Recht des sofortigen Ausschlusses einzelner Spieler, Schiedsrichter, Mannschaftsbegleiter oder Betreuer zu. Notfalls kann die Verbandsaufsicht die Fortführung des Spieles unter Ausschluss der Öffentlichkeit anordnen. Über ihre Tätigkeit und alle getroffenen Maßnahmen und Entscheidungen hat die Verbandsaufsicht der zuständigen Staffelführung und dem zuständigen Sportwart spätestens drei Tage nach dem Spiel einen ausführlichen schriftlichen Bericht einzureichen.


4.  Die mit Verbandsaufsicht beauftragten Verbandsangehörigen dürfen nicht Mitglieder eines der unmittelbar beteiligten Vereine sein.


5.  Die spielleitenden Stellen können in Abstimmung mit den für sie zuständigen Sportwarten in ihrem Zuständigkeitsbereich Spielkontrolleure für ein Meisterschafts- bzw. Pokalspiel einsetzen. Die eingesetzten Spielkontrolleure sollte eine gültige Schiedsrichterlizenz besitzen.
Die Kontrollen beziehen sich auf die Überprüfung der jeweils vorgeschriebenen Spielbedingungen und der erforderlichen Dokumente (Spielbericht, Mannschaftsmeldeformular, Nachweis der Spielberechtigung etc.) sowie auf die Überprüfung der sportgerechten Spielkleidung (2. Spielkleidung) der beteiligten Mannschaften.
Den Spielkontrolleuren ist zur Durchführung der Kontrolle jede Unterstützung zu gewähren. Die Spielkontrolleure müssen der zuständigen Spielleitung einen schriftlichen Bericht über ihre Tätigkeit vorlegen. Fahrtkosten und Spesen gemäß WTTV-Finanzordnung sind von der zuständigen Spielleitung zu zahlen.
Die Spielkontrolleure dürfen nicht Mitglied eines der unmittelbar beteiligten Vereine sein.